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Immobilien in Oldenburg (Oldb), 711 Ergebnisse

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Leben in einer romantischen Kulisse
Was der Dreißigjährige Krieg nicht geschaffte, erreichten 1676 drei Blitzeinschläge an einem Tag: Oldenburg brannte vollständig aus und verfiel im Anschluss, da viele Einwohner keine Brandversicherung hatten und somit zu Verwandten ziehen mussten. Das dänische Königshaus schien die Situation der Stadt nicht zu berühren, denn von dieser Seite kam keinerlei Hilfe, sodass der Wiederaufbau Jahrzehnte dauerte. Aufgrund der verwandtschaftlichen Verflechtungen der europäischen Herrscherhäuser wechselte die Zugehörigkeit der Stadt immer wieder. Nachdem Peter Friedrich Ludwig (1755-1829, Großherzog von Oldenburg) Oldenburg zu seiner Residenzstadt machte, blühte die Ortschaft wieder auf, seine Umbauten im klassizistischen Stil (circa 1770 bis 1840) sind heute noch für das Stadtbild in einigen Straßenzügen prägend. Aufgrund der mangelnden Industrie in Oldenburg war die Stadt im Zweiten Weltkrieg (1939-1945) kein lohnendes Ziel für die Alliierten, sodass lediglich einhundertdreißig Häuser zerstört wurden (1,4 Prozent der Stadt).

Oldenburgs Siedlungsstruktur bestimmen in hübsche Gärten eingefügte Ein- und Zweifamilienhäuser. Wie in vielen Städten gehörte der Bereich um die romantische historische Innenstadt mit den kulturellen Angeboten, der schönen Fußgängerzone, den Bistros und den urigen Kneipen und Restaurants zu den begehrten Wohngegenden. Gelungen ist die Verbindung der überwiegend sanierten alten Häuser mit geschmackvollen Neubauten als Ergänzung, die das harmonische nicht Bild stören. Durch die vielen Grünflächen und die Wasserläufe bekommt Oldenburg ein ganz besonders Flair. Das zum Innenstadtbereich zählende Villenviertel Dobben/Haarenesch mit seinen alten Gebäuden in den gepflegten Gärten gilt als besonders edle Adresse, genau wie das Gerichtsviertel mit seinen schönen Häusern. Durch die Nähe zum Schloss in dem eleganten und dennoch idyllischen Schlossgarten ist dieser Stadtteil sehr exklusiv, der Wohnraum entsprechend teuer. Ziegelhof hingegen besteht eher aus gemütlichen Bürgerhäusern, auch Oldenburger Hundehütten genannt. Die typischen kleinen Wohnungen sind beliebt, die zentrale aber dennoch ruhige Lage sorgt für entspannendes Lebensgefühl.

Als der Erste Weltkrieg (1914-1918) begann, bauten die Landesherren auf der Fläche von Ofenerdiek das riesige "Königliche Artilleriedepot", das nach Kriegsende bis auf einige Baracken wieder abgerissen wurde. Aus dem Restbestand entstand Wohnraum für Flüchtlinge und Kriegsheimkehrer, im Laufe der Jahre verwandelte sich das Gebiet in eine Siedlung aus überwiegend Einfamilienhäusern. Durch die Straßengräben und die Bebauung wirk der Stadtteil etwas niederländisch. Das angrenzende, moderne Alexanderhaus ist ein Viertel, in dem Natur- und moderner Wohnraum harmonisch verflochten sind.

Vermutlich im 9.Jahrhundert entstand das Bauerndorf Ohmstede, erwähnt wurde es erstmals 1158. Mit seinen 20 Hausmannshöfen, also Bauernhöfe mit allen Rechten, handelte es sich um eine sehr große Ansiedlung, die sich auf verschiedene Gebiete verteilte. Ohmstede besaß eine Brauerei und eine Ziegelei sowie einen Rennplatz, der im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiterlager diente. Ab 1950 veränderte sich das Bauerndorf in eine beliebte Wohnsiedlung, die noch immer den leicht bäuerlichen Charme der Vergangenheit besitzt. Die vereinzelten, aus dem neunzehnten Jahrhundert stammenden alten Höfe und Häuser sind begehrt, aber nur sehr schwer erhältlich.

Der Ortsteil Kreyenbrück gilt als Problembezirk der Stadt. Es befinden sich zwar Siedlungsgebiete mit Einfamilienhäusern in dem Stadtteil, doch beherrscht wird er durch das Klinikum und die Justizvollzugsanstalt. Im Nordbereich leben überdurchschnittlich viele Menschen mit geringem Einkommen sowie Ausländer, soziale Spannungen sind eher die Regel denn die Ausnahme. Die vielen hübschen Cafés und Restaurants können den negativen Eindruck nicht verwischen und die Attraktivität nachhaltig steigern, wenn sie auch für eine etwas positivere Grundhaltung dem Bezirk gegenüber sorgen.
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